Derzeit findet leider kein Training statt!!!!

TELEFONISCHE BERATUNG ODER VIDEOKONFERENZEN SIND JEDERZEIT MÖGLICH!

 

 

 

 

Wir bieten

Einzelstunden sowie Gruppentraining

für Welpen und Junghunde an.

 

Außerdem Hundesport:

FUN-Gility, Agility, Hoopers, Dogdance, Longieren, Suchen und Schnüffeln und auch Rally-Obedience an!

  

 

 

 

 

Meine erste Begegnung mit dem Clicker hatte ich bei einem Seminar für Ausbilder bei Günter Bloch. Es war nur eine kurze Einführung, aber ich war fasziniert von der Kopfarbeit, die der Hund dabei leisten muß. Ich beschloß sofort, meinen Hund mal wieder als Versuchskaninchen ....-hund zu benutzen. Es ist eine gute Beschäftigung bei schlechtem Wetter und hat noch viele andere Vorzüge.

 

Ganz wichtig vorab: Click bedeutet eigentlich nur „Ja, das ist richtig!“ nicht mehr und nicht weniger.

 

Ich hatte bei der Unterordnung immer das Problem, daß Ory etwa 1 m neben mir lief und trotz aller möglichen Tips und Tricks nicht dazu zu bewegen war, näher zu bleiben. Außerdem war er trotz Spielversuche u.v.a.m. nicht sehr motiviert. Ich wußte nichts über posivite Bestätigung. Dann begannen wir mit dem Clicker!!

Anfangs mußte ich Ory den Clicker erst mal schmackhaft machen, denn er hat seit einigen Jahren Angst vor Schießgeräuschen. Ich rollte also Leckerlis durch das Wohnzimmer und sobald er es aufnahm gab es einen Click. Zuerst etwa 3-4 m entfernt von ihm. Das steigerte ich dann solange, bis er die Leckerlis aus der Hand nahm mit Click. Erst als er begann positiv zu reagieren, wenn ich den Clicker rausholte, begann ich auf "Sitz" zu clicken. D. h. ich saß mit meiner Leckerli-Dose vor mir auf der Couch und wartete ab, was er tut. Als es dann zufällig Sitz machte, gab es einen Click und Leckerli. Dabei zeigt man dem Hund natürlich, daß man Leckerlis hat und zeigt ihm immer wieder die leere Hand, wenn nicht das gewünschte Verhalten kommt. Das nennt man "Shaping". Bei einem Hund, der schon Kommandos beherrscht, ist das Shaping etwas schwieriger. Sie lassen sich nicht so viel einfallen, spulen immer wieder diverse Kommandos ab, die sie bereits gelernt haben. Das Shaping lebt eigentlich vom Einfallsreichtum des Hundes, der geht durch Gehorsamsübungen wohl etwas verloren.

Das Wichtigste am Clickertraining ist das überaus genaue Arbeiten des Hundeführers. Der Erfolg hängt im wesentlichen vom richtigen Clickern ab. Es muß auf die hunderstel Sekunde genau sein. D.h., sobald der Hund beim Sitz mit dem Hinterteil den Boden berührt, muß der Click kommen, nicht früher und nicht später. Allerdings ist es bei Positiv-Bestätigung nicht schlimm, wenn man mal falsch clickt, es hat nicht dieselben Auswirkungen, wie bei Negativ-Bestätigung.

Nachdem ich nun in der Wohnung sehr erfolgreich mit dem Clicker war, begann ich, auf dem Hundeplatz damit. Ich lief also in der Freifolge mit dem Hund, sobald er zu mir hochsah oder sehr nah bei mir war, gab es Click und Treat (Leckerli). Am Anfang sollte man die Futterration kürzen, denn man benötigt sehr viele Leckerlis. Nur wenn man bei jedem Hochschauen Click und Treat arbeitet, hat man schnellen Erfolg. Es ist nicht schlimm, wenn man mal nicht clickt, aber es beschleunigt, wenn man immer bei richtigem Verhalten clickt. Sobald Ory in die andere Richtung schaute oder sich von mir entfernte, tat ich einfach gar nichts. Erst wenn er wieder bei mir war, gab es Click und Treat. Es war wirklich erstaunlich, wie schnell er kapierte, worum es geht und wieviel Spaß uns beiden das Ganze plötzlich machte. Wichtig ist natürlich, daß man bei den Leckerlis etwas für die Hunde ganz Vorzügliches nimmt, außergewöhnliche Leckerlies, notfalls auch Käse oder Wurst.. Ich bevorzuge intensiv riechende Leckerlies (ganz klein gebrochen oder geschnitten wegen der Menge), weil das selbst bei Hunde funktioniert, die normalerweise leicht ablenkbar sind. Diese Leckerlis bekommt der Hund nur zum Training, sonst nie!!!

Es dauerte einige Monate, es war einfach unglaublich, es funktionierte.

Inzwischen verwende ich den Clicker auch beim Agility-Training und allen anderen Sachen, die ich dem Hund beibringen möchte. Man hat ungeahnte Möglichkeiten und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Junge Hunde bieten selbst neues Verhalten an. Mein Hund Ory hatte z.B. gelernt, mit der Nase einen Stock zu berühren, was später mit der Hilfe „Touch“ belegt wurde. Ich lege den Stock auf das Sofa oder ein Regal in Hundenasenhöhe und schicke ihn mit Touch, er berührt bekommt sein Click, kommt zu mir zurück und erhält sein Treat! Man könnte das stundenlang mit ihm machen. Da das Clickern aber sehr viel Konzentration und Kopfarbeit vom Hund erfordert sollte man es nie zu lange am Stück machen, 5 – 10 Minuten sind mehr als genug. Lieber öfters über den Tag verteilt mal wieder. Im übrigen ist das Arbeiten mit Stock eine optimale Lösung für kleine Hunde. Der Stock ist der verlängert Arm des Hundeführes, so daß der Hund mit dem Stock in die optimale Position zum Fuß gehen gebracht werden kann. Z.B. kann man mit Stock auch das Voraus dem Hund ganz leicht eintrainieren.

Es ist deutlich zu spüren, daß die Hunde den Clicker unglaublich positiv empfinden. Sie arbeiten damit viel freudiger und voller Spaß. Daher kommt für mich Training ohne Clicker eigentlich kaum noch vor. Mein Hund Mio wurde komplett mit Clicker ausgebildet. Dinge, die der Hund mit Clicker lernt, sind tiefer verankert und werden freudiger ausgeführt! Für den Hund ist klarer verständlich, was man von ihm möchte und auch mir macht Positves Training sehr viel mehr Spaß.

Falls Ihr jetzt Lust bekommt es selbst auszuprobieren, könnt Ihr mich gerne anmailen (Gabi.Stumpf@web.de), falls Fragen entstehen oder Ihr bestellt Euch das Buch „Positiv bestärken, sanft erziehen“ von Karen Pryor, die die Erfinderin des Clickertrainings ist. Allerdings muß ich zugeben, daß man sich das vom Lesen nicht so gut vorstellen kann. Besser ist es, wenn man jemanden mit Clicker arbeiten sieht und eine Anleitung bekommt. Es gibt aber inzwischen einige Möglichkeiten, ein Clicker-Seminar mitzumachen.